Grundgedanke
der kultur-klekse
Vor
mehr als 10 Jahren etablierte Christian Heeck mit dem Konzept der
Kultur-Impulse am Klinikum Münster gezielt kulturelle Angebote im
Klinikalltag, die neben den Patienten auch die Bevölkerung einlud. Spätestens
seither ist klar, dass ein Krankenhaus nicht nur eine
Gesundheits-"Werkstatt" ist, sondern auch und vor allem eine
Lebenswelt für die Patienten, ein Zuhause auf Zeit. Um zu gesunden, müssen
nicht nur körperliche, sondern alle menschlichen Dimensionen mit
einbezogen sein. Der Mensch muss als Ganzes gesehen und betreut werden.
Dazu ist es für Patienten wichtig, auch Angebote vorzufinden, die ihre
Emotionen ansprechen und eine geistige Auseinandersetzung ermöglichen.
Dies alles gilt im Besonderen für eine Reha-Klinik, in der die
Patienten nicht nur 5 bis 10 Tage, sondern Wochen, Monate und z.T. immer
noch über ein Jahr hinaus zuhause sind.
Dies alles wird seit langen im Hegau-Jugendwerk gesehen und berücksichtigt. Seit 10 Jahren gibt es einen Galeriebetrieb; Spaß-Mix, Augustwiese und Clinik-Clowns versuchen, kulturelles Leben in den Klinik-Alltag zu bringen. Am Frederick-Day werden Patienten zu Lesungen eingeladen, in der Schreibwerkstatt können sie sich in ihrer Freizeit literarisch versuchen. Auch gab es Aquarellkurse und Malangebote für Angehörige. Die kultur-klekse versuchen, all diese Angebote unter ein Dach zu holen, um damit Effizienz und Vielfalt zu optimieren. Dies ist unter anderem deshalb wichtig, da das Engagement der beteiligten MitarbeiterInnen zu großen Teilen in deren Freizeit stattfindet.